letzte Änderung 11.11.2011 14:35 Uhr Kapitel 2 neu  


INHALTSVERZEICHNIS

1. KURZFASSUNG
2. FINANZKRISE II
3. ÄNDERUNGSVORSCHLÄGE MIT IST-AUFNAHME, URSACHEN UND LÖSUNGEN


1. KURZFASSUNG

Verursacher Politiker:

1. Politiker haben die Bedeutung von Bankbegriffen und Bankwörtern nicht rechtlich definiert.
2. Die Kontrolle der öffentlich angebotenen Wertpapierprodukte wurde durch ein "Schlupfloch" abgeschafft.

Ausführung Banken:

1. kräftig herumrühren
2. die juristisch nicht festgelegten Wörter und Begriffe verdrehen und vertauschen
3. das Ganze als etwas simples und sicheres verkaufen

Ergebnis und Grundproblem:

Die Banken haben sich vom Kreditvermittler mit Eigenbeteiligung zum Produkthändler ohne verbleibendes Eigenrisiko gewandelt.


2. FINANZKRISE II

Inzwischen sprechen die Medien schon von einer aufziehenden zweiten Finanzkrise.

Dabei wird alles wie ein Unwetter dargestellt, für das niemand verantwortlich ist. Die Finanzkrisen wurden von böse Spekulanten verursacht, die seit geraumer Zeit aus dem Nichts auftauchten und an allem Schuld sind.

Innerhalb von kürzester Zeit machten Spekulanten Millionen und Milliarden Gewinne. Diese Millionen und Milliarden, die auf der einen Seite hinzu kamen, müssen andere Leute aber wiederum verloren haben. Bei der Lehman-Pleite handelte es sich oftmals um Kleinanleger, die sehr lange Zeit durch ehrliche Arbeit dafür sparten.

Was bedeutet spekulieren. Derjenige, der spekuliert trägt ein Risiko. Wenn seine Erwartungen aufgehen, macht er Gewinn. Geht seine Prognose nicht auf, verliert er sein Geld.

Auch schon vor Jahrzehnten gab es Börsen und Spekulanten. Die Gewinne hatten nicht einmal ansatzweise diese Ausmaße, wie in den letzten Jahren. Da der Spekulant auch das Risiko des Verlustes trug, waren die Einsätze in einer ausgewogenen Größenordnung.

Nun gab es bei den Banken das klassische Tagesgeld, Festgeld und Sparbuch.

Wer sein Geld auf ein Sparbuch oder als Termingeld für mehrere Jahre fest anlegte, konnte nach Steuern und Inflationsrate einen Werterhalt und vielleicht noch einen minimalen Gewinn von ein oder zwei Prozent bekommen.

Für die Bank hatte die Anlageform den Vorteil, dass das Geld für mehrere Jahre gebunden war und so von den Bilanzierungsrichtlinien für weitere Kreditvergaben verbindlich zur Verfügung stand.

Der Investor konnte die Anlage allerdings nicht vorzeitige auflösen. Bei unerwarteten Ereignissen wie z. B. Arbeitslosigkeit, Heirat, Hausbau, Kinder und etc. stand das dringend benötigte Geld nicht zur Verfügung.

Die Alternative waren Bankschuldverschreibungen, auch Bankanleihen genannt, die in etwa die gleichen Konditionen boten. Eine Bank emittiert eine Anleihe für z. B. fünf Jahre über ein Volumen von 50 Millionen Euro. Der Investor kann davon Stücke erwerben. Er stellt der Bank für eine vorher festgelegte Zeit, wie beim Festgeld, sein Geld zur Verfügung und erhält dafür regelmäßig Zinsen. Am Ende der Laufzeit muss die Bank den Betrag zurück zahlen.

Während beim Festgeld oder festgelegten Sparbuch das Geld nicht vorzeitig verfügbar war, verhielt es sich bei den Anleihen anders.

Die Schuldverschreibungen wurden über die Börse gehandelt.
Wenn andere Investoren bereit waren die Anteile zu kaufen, konnte der Anleger vorzeitig die Stücke veräußern und sein Geld zurück erhalten.

Die Bank hatte ebenfalls, wie beim Festgeld die Planungssicherheit, dass für fünf Jahre der Betrag definitiv zu Verfügung stand. Der Investor konnte nun aber seine Anteile vorzeitig an andere Anleger verkaufen, was bei einer Anleihe auf Grund des großen Volumens über insgesamt 50 Mio. Euro meistens möglich war.

Bis zur Fälligkeit von Bankenanleihen gab es zwar auch gewisse Kursschwankungen. Diese waren aber im Gegensatz zu Aktien meist so gering, dass eine Bankanleihe als reines Spekulationsobjekt ausschied. Insbesondere kostete ein Kauf und vorzeitiger Verkauf zusätzlich Gebühren.

Im Laufe der Zeit etablierten sich noch ein paar andere Wertpapierformen, die zum Teil äußerst riskant sind. Unter Vortäuschung falscher Tatsachen werden diese Anlagen aber teilweise als ganz harmlose Wertpapiere für fast "Nichts und wieder Nichts" von Banken veräußert.

Nun reicht es nicht, dass die Banken einfach Wertpapiere erstellen. Diese Produkte müssen natürlich verkauft werden. Der Markt setzt sich aus Angebot und Nachfrage zusammen.

Der Erwerber kann die Produkte aber nicht gleich anschauen und überprüfen, wie bei einem materiellen Gegenstand , z. B. ein Auto, ein Computer und etc.

Der Investor muss sich ausschließlich auf die mündlichen und schriftlichen Informationen verlassen.

Wenn ich z. B. ein vergammeltes altes Auto der Marke "Trabi" für 100.000,00 € verkaufen wollte, dann könnte ich dieses zwar anbieten, aber ich würde garantiert keine Käufer finden.

Ganz anders bei den Banken, da benenne ich den Trabi in einen nagelneuen Luxus-Mercedes um.

Nun fliegt nach Jahren der große Schwindel auf. Da die schriftlichen Beweise vorliegen, muss ich zugeben, dass in der ersten zusammenfassenden Darstellung ein nagelneuer Luxus-Mercedes beschrieben war. Aber angeblich gab es noch zwei oder drei weitere "versteckte" Beschreibungsunterlagen und genau da stand eben drin, dass der Luxus-Mercedes nur ein vergammelter alter Trabi ist. Pech gehabt, lieber Anleger.

Und genau so können die Spekulanten Milliarden verdienen. Da seit Juli 2005 die Prospektprüfung umgangen wird, ist nun alles möglich. Das Risiko trägt der arglose Anleger, während die gigantischen Gewinne die Spekulanten machen.

Jetzt regen wir uns über die verschwenderischen Südeuropäer auf, wie die Griechen, Italiener und etc..

Seit 2005 haben die deutschen Banken diesen Ländern die Milliarden hinterher geschmissen, weil das Risiko auf arglose Kleinanleger abgewälzt werden konnte. Da hätte doch fast jeder von uns zugegriffen.

Aber die Politik weiß natürlich überhaupt nicht, woher die Finanzkrisen kommen. Das sind dann einfach die bösen Spekulanten, die vom Himmel "fielen".

Wenn man ohne Weiteres riesen Gewinne machen kann, würde doch fast jeder mitmachen. Hier haben nicht die Banken schuld, sondern es hat einzig und allein die Politik versagt.


3. ÄNDERUNGSVORSCHLÄGE MIT IST-AUFNAHME, URSACHEN UND LÖSUNGEN

Ich bin kein Theoretiker. Für mich ist die Basis die Praxis. Nach meiner festen Überzeugung fahren wir 2012/2013 "gegen eine Wand. Anbei eine Ausarbeitung von mit IST-AUFNAHME, URSACHEN und LÖSUNGEN.

Ausarbeitung über notwendige Änderungen