letzte Änderung 24.07.2011 16:10 Uhr Zusatz Derivate




1. DAS GEHEIMNIS DER BANKROTTEN IMMOBILIENFONDS - DERIVATE UND/ODER WÄRMECONTRACTING-!

Zur Zeit haben viele Immobilienfonds gravierend an Wert verloren und wurden teilweise vorübergehend geschossen oder ganz aufgelöst. Aber was als Immobilienfond deklariert ist, enthält nicht unbedingt nur Immobilien. Nur 51 Prozent muß der Herausgeber dieser Branche widmen. So gibt es Immobilienfonds, die auch Derivate beinhalten. Und hier kann die Fondgesellschaft mit Verlusten "spielen", wie es ihr gerade gefällt. Der Inhaber der Fondanteile erfährt nicht, welche faulen Kredite oder Kreditrisiken evtl. mit seinem Geld abgedeckt wurden und warum der Fond Verluste realisierte.

Aber selbst bei Immobilien kann richtig abgezockt werden. Was die meisten nicht wissen, auch die zu Grunde gerichteten Immobilienfonds basieren teilweise oder immer auf Wärmecontracting. Und auch hier wird der gleiche Trick wie bei den WEG's angewendet. Wenn die Heizstation im Eigentum des Wärmecontractors steht, wird die Belastung im Grundbuch eingetragen und die Eigentümer erhalten vom Grundbuchamt eine Information. Genau das umgeht der Wärmecontractor aber. Die Heizeinrichtungen bleiben weiterhin im Eigentum der Gemeinschaft bestehen. Sie werden nun still und heimlich über sehr viele Jahre hinweg an den Wärmcontractor verpachtet oder vermietet. So können die Eigentümer den Umstand der Abzockerei nicht erfahren. Hier ein Fall von 10.000 Plattenwohnungen, die in 8 Immobilienfonds vertreten waren. Der Autor von dem unten aufgeführten Artikel, Herr Adolf Krohn, ist ein Gutachter, mit dem ich damals auch schon mehrmals Kontakt hatte.

http://www.wärmelieferung.de (Kapital 2,8)

"......10.000 Wohnungen im Eigentum von 8 Immobilienfonds standen"

"Weil in dem Fall mit den 10.000 Plattenbauwohnungen ein Verkauf mit einem im Grundbuch abgesicherten Recht auf Wärmelieferung offensichtlich nicht möglich war, wurde eine Konstruktion gewählt, bei dem die angeblichen Heizeinrichtungen in Räumen standen, welche langfristig an den Wärmelieferant vermietet waren."

Unsere WEG hat eine im Gebäude befindliche Heizstation, die unstrittig unser Eigentum ist und damals still und heimlich an einen Wäremcontracor verpachtet wurde. Bei den hier aufgeführten 8 Immobilienfonds ist das Konstrukt ein klein bißchen anders. Da wurden die Räume von angeblich existierenden Heizeinrichtungen an den Wärmecontractor vermietet. Die angeblichen Heizeinrichtungen bestanden daraus, daß der Wärmecontractor von einem regionalen Energieversorger Fernwärme aufkaufte, also sich über Rohre bis zu den Wohnhäusern auf seinen Namen liefern ließ . Mit Preisaufschläge von 95 % bis 231 % berechnete er diese Wärme dann an die Eigentümer bzw. Fondinhaber weiter, bis die Fonds "ausgeblutet" waren und er seine Taschen gefüllt hatte.

"Die örtlichen Prüfungen zeigten dann, dass in 99% der Fälle der Wärmelieferant nur die vom regionalen Fernwärmeversorger zugekaufte Wärme, teils über neu eingebaute kleinere Hausanschlussstationen, an die Wohnungen weiterleitete. Dieser Zwischenhandel führte zu Preisaufschlägen (Differenz zwischen der eingekauften Fernwärme und dem berechneten
Wärmelieferungspreis) von 95% bis 231% je nach Standort und Leerstandsquote."

Gem. der Rechtsprechung können auf den Mieter der Immobilien die erhöhten bzw. mehrfachen Kosten nicht abgewälzt werden, die trägt der Eigentümer, bzw. Fondinhaber.

Pikant ist auch nachfolgendes.

" Der Wärmelieferant gehörte zu einer Firmengruppe im Einflussbereich von zwei Politikern, von denen einer dem Deutschen Bundestag und ein anderer dem Berliner Senat angehörte und neben der Arbeit als Politiker eine Reihe von Firmen gründeten, deren Aufgabe es war Plattenbauten zu kaufen, sanieren und wieder verkaufen oder im Bestand zu halten."

Während sich dieser Fall in den neuen Bundesländern ereignete, existieren aber auch in München mit Wärmecontracting "verseuchte" Immobilienfonds.

" Es gibt aber schon neun Immobilienfonds in München, deren Pleite in 2007 sicher gewesen wäre, wenn der Wärmelieferant sich vor dem Landgericht Leipzig durchgesetzt hätte. "

Diese Betrügereien wurden zumindest aufgedeckt. Nach meiner Schätzung gibt es aber eine immense Zahl von nicht aufgedeckten Fällen. Wie sollen die Fondinhaber so einen Betrug erkennen können, wenn die Verträge still und heimlich geschlossen wurden und nirgendwo offenkundig sind. Früher gingen doch keine Immobilienfonds bankrott. Seit dem es nun ein sogenanntes Wärmecontracting gibt, macht ein Fond nach dem anderen große Verluste und wird geschlossen. Wie merkwürdig.

Wie ich hörte, will die Politik nun ein Gesetz erlassen, dass die Heizkosten beim Wärmecontracting nicht überdimensional berechnet werden dürfen. Alles Augenwischerei, womit nur die Gerichte belastet werden. Das muß man sich mal vorstellen. Da werden Heizeinrichtungenohne jegliches Wissen der Eigentümer über 5 bis 20 Jahre ganz legal vermietet und verpachtet. Der Wärmecontractor trägt in den mir bekannten Fällen noch nicht einmal Kosten für Instandhaltungsmaterial und etc... Hier wird nur abkassiert.

So etwas muß die Politik verbieten und nicht noch legalisieren! Das ist die reinste Abzockerei.